Aus seinem Leben

Rolf Ernst Schröder (R.E.S.) wuchs in Flensburg auf. Die Flensburger Schulzeit endete 1958.

Schon früh beschäftigte er sich mit der Abstammungslehre von Ernst Häckel und Charles Darwin, mit der Biologie,Ethnologie, Mineralogie, Astronomie und Archäologie.
Das erworbene Wissen konnte er später in Kiel während seiner Studienjahre vertiefen.

Von 1958-1960 absolvierte R.E.S eine Buchbinderlehre im Wolff-Verlag in Flensburg.

In der Zeit von 1960 bis 1965 studierte Rolf E. Schröder an der Kieler Muthesius-Fachhochschule für Gestal­tung und freie Kunst. Zunächst überwiegend in den Fachbereichen freie und angewandte Keramik und Plastik, später dann übergreifende Fächer wie Malerei, Grafik, Design und Kunst-am-Bau. Zwischen 1965 und 1967 wurde er für den Fachbereich künstlerische Keramik zum Meisterschüler bei Prof. Johannes Gebhardt berufen.

Seit 1967 war Rolf E. Schröder freiberuflich als bildender Künstler und Designer tätig, er war Mit­glied des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK-SH).

Beteiligungen an Ausstellungen im In- und Ausland, u. a. Frankreich, Belgien und Schweden. Ankäufe des Landes Schl.-Holst. und der Stadt Kiel. Vertreten in öffentlichen u. privaten Samm­lungen, u. a. im Museum Schloss Gottorf, Städtisches Museum Flensburg, Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

In der Zeit von 1968 - 1972 hatten nur wenige Arbeiten die Öffentlichkeit erblickt. Sie waren aber stilistisch durch seine „Suchfindermentalität“, seine zeichnerische und malerische Qualität und Delikatesse, besonders reizvoll.

1976 kehrte Rolf E. Schröder nach Flensburg zurück.

Rolf E. Schröder beteiligte sich 1969 an verschiedenen Restaurierungsarbeiten des Landes Schl.- Holst. und in Niedersachsen (z. B. St. Johannis Kirche Flbg., Deckenmalereien, Kanzel Bordeshol- mer Altar in Zusammenarbeit mit Carl Fey, Lübeck).

Seine Arbeitsbereiche waren Keramik, Malerei, Grafik, Karikatur, Fotografie, Illustration, Fach­zeichnung und Plakat.
Zu seinem künstlerischem Schaffen gehörten verschiedenste Objekte im Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“. Rolf E. Schröder schuf große und kleine Formate in man­nigfaltiger Art und Weise, stilistisch angelehnt am Realismus, der neuen Sachlichkeit, dem fantas­tischen Realismus, dem Symbolismus und Psychodelic, sowie der Wiener Schule.

Größere Wandgestaltungen (innen wie außen) sind zu sehen in Kronshagen, Lehntförden, Uni Kiel, Kieler Stadtkloster, Bad Segeberg (Brunnengestaltung) u. Flensburg. Die Werke aus Ton, Holz, Kunststoff, Metall und Beton wurden in unterschiedlichen Techniken umgesetzt.
Eine Keramik-Reliefserie in einer Auflage von 100 Exemplaren war 1989 und 1991 das offizielle Gastgeschenk der Stadt Kiel zur Kieler Woche.

Rolf Ernst Schröder war am Entwurf und der Ausführung des Jugendzentrums St. Gertrud betei­ligt, er leistete dort ehrenamtliche Jugendarbeit und führte auch Kurse in Keramik u. Zeichnen für Erwachsene durch. Volkshochschulkurse und Projektgruppen mit dem Thema Keramik und Zeichnung wurden von ihm geleitet. Journalistisch befasste er sich viel mit der bildenden Kunst.

Rolf E. Schröder war Mitinitiator des sog. „Künstlerhofes“ in Flensburg, Norderstraße.

Bis zu seinem Ableben schwerpunktmäßig keramische Arbeiten und Malerei, Teilnahme an Aus­stellungen (u. a. Landesschau, Schau der 1000 Bilder), Beteiligung an Wettbewerben im Bereich Kunst am Bau.